Park

Der Park in Alt Madlitz, mit sei­nen gro­ßen Eichen und mäch­ti­gen Kastanien ist der äl­te­ste eng­li­sche Landschaftspark in Brandenburg.
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Der Madlitzer Landschaftspark

Mitten in Alt Madlitz, am Ende der Schlossstraße, befindet sich hinter einem Drehtor ein alter Landschaftspark. Sogar der älteste Brandenburgs. Schöpfer des Parks war Friedrich Ludwig Karl Finck von Finckenstein.

Er wich von den da­mals üb­li­chen fran­zö­si­schen Barockgärten ab, um sei­nen Traum von ei­nem Park nach eng­li­schem Muster zu ver­wirk­li­chen. Seine Liebe zum Park reichte so weit, dass er sein Herz dort be­gra­ben ließ, um­ran­det von drei­zehn Feldsteinen, die die Zahl sei­ner Kinder re­prä­sen­tie­ren. Der heu­tige Herzberg liegt an ei­nem der bei­den Seen, dem Steinpfuhl, in­mit­ten von sanf­ten Hügeln und um­run­det von ver­schlun­ge­nen Pfaden.

Der Park war zur Zeit der Wende völ­lig ver­wil­dert und teil­weise zer­stört. Inzwischen wurde er durch die Initiative der Familie Bösel so gut wie möglich wie­der­her­ge­stellt und ist frei zu­gäng­lich. Auch der Park leidet unter dem Klimawandel und der Dürre, immer wieder reißen Stürme und Trockenheit ein paar Bäume zu Boden. Doch unser Team kümmert sich das ganze Jahr lang um die Parkpflege und den Erhalt dieser historischen Bäume, um den Park und seine Geschichte so gut wie möglich zu erhalten.

Mareike Borchert

Parkpflegerin
Mareike ist waschechte Madlitzerin. Daher kennt auch kaum jemand jede Ecke des Dorfes wie sie. Mareike ist gemeinsam mit Nico zuständig für unsere Grünanlagen, unseren Landschaftspark, die Pflege unserer viele Büsche und Hecken. Oft sieht man sie auf ihrem Sitzrasenmäher durch Madlitz sausen, hinter ihr frisch gestütztes Grün.

»Betret`ich nun des Gartens grüne Gänge!
Wie frisch und lieblich dort die tiefen Gründe!
Die Einsamkeit holdseelig und gelinde,
Wie Chorgesang rauscht hier das Braumgedränge.«

Forschung

Mit unserer Finck Stiftung betreiben wir On-Farm-Research. Wir nutzen die Flächen von Gut&Bösel, um regenerative, multifunktionale Landnutzungsformen zu testen und zu entwickeln. Mit dem Ziel Lösungen für Ernährungssysteme zu finden, die heute von Klimaveränderung, degradierten Böden, dem Verlust der Biodiversität und Artenvielfalt und dem Verlust der Beziehung zwischen Mensch und Natur sowie zwischen Stadt und Land bedroht sind wie nie zuvor.

Forst

Wir bewirtschaften 2000 Hektar Forst, ein Großteil davon sind 40-60 Jahre alte Kiefernmonokulturen auf sehr armen grundwasserfernen Sandböden. Unser Ziel: Einen multifunktionalen Mischwald zu schaffen, der klimaresilient und divers ist.

Baumschule

Unsere Syntropische Baumschule ist ein Hybrid zwischen Agroforstsystem und nachhaltiger Baumschule: ein eigenes System und gleichzeitig die Basis unserer zukünftigen Agroforstsysteme

Ackerbau

Alt Madlitz hat eine sehr lange Ackerbautradition. Heute bauen wir verschiedenste Getreidesorten in einer sechs- bis achtgliedriger Fruchtfolge an, mit Untersaaten, Zwischenfrüchten und Blühstreifen. All das mit dem Boden im Fokus!

Agroforst

Bäume sind die Zukunft! Nach dem Prinzip der Syntropischen Landwirtschaft haben wir inzwischen fünf Agroforstsysteme in unseren Ackerbau integriert – sie steigern die Bodenfruchtbarkeit, helfen als Erosions- und Wasserschutz, sorgen für saubereres Grundwasser, speichern Kohlenstoff, mäßigen das Mikroklima und fördern Biodiversität.

Kompost

Kompost ist Leben! Und Boden die Basis all unserer Arbeit. Daher haben wir eine eigene Kompostabteilung, die sich ausschließlich mit Mikroorganismen und Nährstoffkreisläufen auseinandersetzt.

Weide­management

Kühe fürs Klima! Unsere Salers- und Angusherde weidet über unsere Ackerflächen und hilft uns dadurch nachhaltig unsere Böden zu regenerieren und Biodiversität zu fördern.